Frischzellenkur für 2626

Sehr geehrte Besucher und Besucherinnen unserer Internet-Seite,

seit Februar befindet sich unser SD Doppeldeckbus 2626 bei der Firma Omsa in Güstrow. Es ist nichts dramatisches, was an Reparaturen ansteht, aber einiges ist an dem Bus zu schweißen und zu lackieren. Hierzu sehen Sie sich bitte diese Bildfolge an, die Ihnen zeigt, daß die Hinterachse bei 2626 ausgebaut ist, um die Träger am Laufgang zu erneuern. Natürlich traten hierbei noch weitere Rostschäden an den Querträgern, den sogenannten Spanten, zu Tage. Wer nun denkt, das ist dem Einsatz des Busses bei uns geschuldet, der liegt nicht ganz richtig, denn wie sich zeigte, hat die BVG Korrosionsschäden am Gerippe oft einfach mit Winkeln geflickt, die über die schadhaften Profile gesetzt wurden. Der Rost darunter verschwindet dadurch aber nicht und lässt sich auch nicht aufhalten. Für die Zeit von der GR (Großreparatur) bis zur Ausmusterung hat es gehalten...

Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Front des Autobusses. Denn auch hier quillt ein Stahlprofil wegen Rost auf, und die Lackierung der Frontpartie wird erneuert. Denn bei der BVG-Lackierung blätterte an einigen Stellen die Farbe, vermutlich wegen mangelnder Grundierung, war ja nach der Unfallreparatur 1985 nur für´s Museum...

Spannend ist das Treffen von 2626 mit einem SD-Wagen aus Hamburg von den Roten Doppeldeckern, der von Grund auf neu gebaut wird, sozusagen ein SD (20)17. Man könnte meinen, die Busse stehen bei Gaubschat in der Produktion von 1975, 2626 fast fertig und daneben ein Rohbau.

Die Arbeiten schreiten planmäßig voran und wohl noch im Mai wird 2626, der erste SD-Autobus der Serienproduktion für den Linienverkehr nach Berlin zurückkehren. Die anderen Wagen wie 2623, 2624, 2625 und 2627 gingen sofort in die damalige Arbeitskräftewerbung. Aber das ist eine andere Geschichte...

Text Stefan Freytag

zuletzt aktualisiert 23.4.17